Dem Klima auf der Spur im Hochgebirge

Klimamessen im Hochgebirge ist ein harter Job Bild vergrößern Klimamessen im Hochgebirge ist ein harter Job (© M. Walther) In der Zeit vom 10. Juli bis 28. August 2016 führte ein internationales Team von Klimaforschern eine Altaiexpedition zum Klimawandel in der Hochgebirgsregion des Altai durch. Finanziell wurde die Forschungsreise mit Geräten und Reisemitteln von deutscher und amerikanischer Seite unterstützt. Die Expedition unter der Leitung von Michael Walther veranstaltete an der Universität Khovd einen Workshop zum Klimawandel im Hochgebirge , an dem Vertretern verschiedener mongolischer Natur- und Umweltschutzorganisationen (z.B. WWF) und Studenten der Universität teilnahmen. Schneeleoparden in der Mongolei gehören zu den vom Menschen stark bedrohten Tieren, jedoch wurde auch diskutiert, dass die Veränderung bzw. Verschiebung seines Lebensraumes durch den Klimawandel dieses Bedrohungspotential erhöhen wird.

Im Gebirgsmassiv des Kharkhiraa (NW-Mongolei) wurden in 3700 m Meereshöhe drei vollautomatische Klimastationen aufgebaut, um langfristig Daten über die Verschiebung der Temperatur- und Niederschlagsgrenzen zu erhalten.  Auf drei ausgewählten Seen mit einem kleinen Einzugsgebiet wurden die Seetiefen ermittelt, und damit kann Auskunft über die niederschlagsabhängige Entwicklung der Ressource Wasser gegeben werden. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Expedition dienen dazu, den Klimawandel in extremen Gebirgslandschaften zu dokumentieren, da diese Landschaftskompartimente sich als besonders sensibel gegenüber Änderungen des Klimas erwiesen haben. Alle Teilnehmer danken der Deutschen Botschaft und dem Auswärtigen Amt für die finanzielle Unterstützung aus dem Klimafond der Bundesregierung, ohne dem die Durchführung der Expedition nicht möglich gewesen wäre.

Dem Klima auf der Spur im Hochgebirge

Gegen Ende des Sommers ist fast der ganze Schnee auf dem Gletscher geschmolzen