"Steppenkrieger" zurück in der Mongolei - eine deutsch-mongolische Erfolgsgeschichte

Bild vergrößern In einer feierlichen Zeremonie am 25. Januar 2014 nahmen Botschafter Thiedemann und Frau Oyungerel, Ministerin für Kultur, Sport und Tourismus der Mongolei, insgesamt 14 Kisten mit seltenen mongolischen Artefakten unmittelbar nach deren Ankunft am Flughafen Ulan Bator in Empfang. Diese waren im Rahmen eines gemeinsamen Projektes über mehrere Jahre in Deutschland zur Erforschung, Restaurierung und Konservierung – sowie als „Visitenkarte der Mongolei“ auf viel beachteten Ausstellungen in Bonn, Amsterdam und Manching zu sehen.

Die Ausstellung „Steppenkrieger“ wurde vom Landesverband Rheinland (LVR) LandesMusem Bonn, unter Leitung Prof. Dr. Schmauder, von Prof. Dr. Bemmann vom Archäologischen Institut der Universität Bonn und Archäologen der Mongolischen Akademie der Wissenschaften (MAdW) konzipiert.

An der Pressekonferenz vor der Übergabe der „kostbaren Fracht“ nahmen weiterhin teil - der Direktor des Archäologischen Institutes, Prof. Tseveendorj, der Generalsekretär der MAdW, Dr. Galbaatar, der Direktor des Nationalmuseums der Mongolei, Herr Sukhbaatar, Vertreter des Zolls und des Kulturministeriums.

Winkelharfe - Restaurierung und Foto LVR LandesMuseum Bonn Bild vergrößern Winkelharfe - Restaurierung und Foto LVR LandesMuseum Bonn (© J. Vogel) Unter den Artefakten, die aus mehreren Felsengräbern stammen, befindet sich eine besonders wertvolle Winkelharfe, die zu den ältesten in der Mongolei gefunden Musikinstrumenten zählt. Diese wurde zusammen mit den anderen Fundstücken in Deutschland aufwendig gesäubert, erforscht, rekonstruiert und konserviert. Zur Finanzierung des Gesamtprojektes in Höhe von rund 500.000 Euro haben neben den o.g. Institutionen auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Gerda Henkel Stiftung beigetragen.

Für das Frühjahr 2014 ist aus Anlass des 40-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern und des 15-jährigen Jubiläums des Beginns der gemeinsamen archäologischen Expeditionen eine Sonderausstellung der „Steppenkrierger“ im Nationalmuseum der Mongolei geplant.

Die archäologischen Forschungen sind ein Schwerpunkt der deutsch-mongolischen Wissenschaftskooperation und stehen bereits seit Mai 2000 unter der Schirmherrschaft der Staatsoberhäupter beider Länder.

„Steppenkrieger“ zurück in der Mongolei