Das Eis-Grab im Mongolischen Altai - Ausstellung bis Ende August verlängert

Eröffnung Bild vergrößern Eröffnung (© Institut für Geschichte und Archäologie der Akademie der Wissenschaften ) Am 27. Mai wurde im Nationalmusuem der Mongolei die Ausstellung „Eiskurgan des Mongolischen Altai – Pazyryk Kultur der Mongolei“ durch Botschafter Thiedemann, die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Frau Gerda Hasselfeldt MdB, den Generalsekretär der Akademie der Wissenschaften der Mongolei, Dr. Galbbaatar, den Leiter des Präsidialkanzlei, Tsagaan und weitere Persönlichkeiten eröffnet.

Im Rahmen der sich seit 1999 intensiv entwickelten archäologischen Forschungskooperation hatte im Jahr 2006 eine mongolisch-deutsch-russische Expedition einen sensationellen Fund gemacht und das unberaubte Grab eines skythen-zeitlichen Kriegers (ca. 500 v.Chr) in der Permafrostzone des Mongolischen Altais entdeckt. Die Expedition stand auf deutscher Seite unter Leitung des damaligen Präsidenten des Deutschen Archäologischen Institutes und heutigen Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Dr. Parzinger. Der Bestattete war teilweise mumifiziert und insbesondere die Kleidung und die Grabbeigaben waren besonders gut erhalten. Nach jahrelanger Erforschung, Konservierung und Restaurierung in Deutschland werden die wertvollen und fragilen Kulturerbestücke vom 27. Mai bis 31. August erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Begleitend zur Ausstellung wurde mit Förderung der Botschaft eine wissenschaftliche Dokumentation aus dem Russischen ins Mongolische übersetzt und ein mongolisch-deutscher Ausstellungskatalog herausgegeben. Der aus Schaf-, Murmeltier und Zobel-Fellteilen zusammengesetzte Mantel und die Kopfbedeckung sowie der Halsreif ziehen das besondere Interesse der Besucher auf sich. Mit regelmäßigen Ausstellungen, Publikationen und Kulturerhaltprojekten hat sich die archäologische Forschung zu einem Schwerpunkt in den bilateralen Kultur- und Wissenschaftsbeziehungen entwickelt.

Das Eis-Grab im Mongolischen Altai - Ausstellung bis Ende August verlängert

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