Jazz in und aus Deutschland

Jazz-Session Bild vergrößern Jazz-Session (© Dee Dee Jazz germany) Im Rahmen des Besucherprogramms des Auswärtigen Amtes habe ich vom 20. bis zum 26. April als Teilnehmer aus der Mongolei an einer von der „Initiative Musik“ GmbH organsierten, international besetzten Informationsreise nach Deutschland teilgenommen. Die „Initiative Musik“ ist eine Fördereinrichtung der Bundesregierung für die deutsche Musikwirtschaft. Seit 2011 realisiert sie Musikprojekte und fördert Künstler aus Deutschland und baut Ihnen eine Brücke in die internationale Öffentlichkeit. Die diesjährige Reise für Journalisten und Musikexperten „Jazz from Germany – passion, diversity and quality“ bot ein maßgeschneidertes Programm, das den 16 Journalisten, Musikern, Fotografen und anderen Experten aus 15 Ländern zahlreiche Gelegenheiten gab, sich mit Vertreter der deutschen Jazzszene, Jazz-Enthusiasten, Musiker, Musik-Labels und Festivalmacher auszutauschen.

Der Jazz wurde in Deutschland in der Nachkriegszeit entwickelt. Erste Jazzkurse wurden Anfang 80er Jahren in Köln und Stuttgart gegründet. Deutschland zählt heute zu einer der größten Jazz-Szenen der Welt. Es gibt Studiengänge für Jazz an 20 der insgesamt 24 Musikhochschulen und Konservatorien des Landes, 130 Jazz-Festivals und weit über 100.000 Jazz-Musiker und Künstler.

Die „Bayan Mongol Big-Band“ legte den Grundstein für die  Jazz-Entwicklung in der Mongolei. Bereits die Musik aus den 80er Jahren hatte Jazz-Klang. Das internationale Jazz-Festival „Giant Steppes of Jazz“ hat sich in den letzten Jahren etabliert. Das Goethe Musiklabor Ulan Bator (GMUB) wurde am Mongolian College for Music and Dance im Jahr 2014 eröffnet. Dies sind deutliche Erfolge bei der Entwicklung des Jazz in der Mongolei. Des Weiteren ist Förderung des Staates für die Jazz-Ausbildung, Auslandsauftritte mongolischer Jazz-Gruppen auf Festivals und Musikmessen, für den Austausch mit der nationalen Jazzszene, mit internationalen Künstlern nötig, um den mongolischen Jazz, basierend auf den deutschen Erfahrung aus Deutschland, weiterzuentwickeln.

Autor: Enkhmunkh Zorigt

(Chefredakteur der Zeitschrift „Goodali“, Musikforscher, Bandsänger „Kush and Oyuka“)

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Berlin-internationale Teilnehmergruppe