Deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert mit zusätzlich 7 Mio. € mongolische Naturschutzgebiete

Pressemitteilung

Ulan Bator, den 14.12.2016

Deutschland und die Mongolei setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit beim Schutz der einzigartigen biologischen Vielfalt des Landes fort. Deutschland wird das mongolische Schutzgebietssystem mit weiteren 7 Mio. € unterstützen. Dies erhöht die diesjährige Zusage auf 13,5 Mio. € nicht rückzahlbarer Zuschüsse für das innovative Vorhaben zur Verbesserung der Managementstrukturen besonders schützenswerter Naturräume. Bereits bei den erfolgreichen Regierungsverhandlungen am 24. und 25. November 2016 in Berlin wurden 6,5 Mio. € zugesagt. Insgesamt stellt Deutschland der Mongolei bisher 25 Mio. € für das gemeinsame Vorhaben „Biodiversität und Anpassung an den Klimawandel“ zur Verfügung. Die mongolischen Beiträge belaufen sich auf derzeit auf ca. 3.5 Mio. €. Eine Erhöhung des Eigenbeitrags ist in Planung.

Ministerin für Umwelt und Tourismus D. Oyunkhorol und Leiter des Referates für Entwicklungszusammenarbeit der Deutschen Botschaft Dr. Christian Glass Bild vergrößern Ministerin für Umwelt und Tourismus D. Oyunkhorol und Leiter des Referates für Entwicklungszusammenarbeit der Deutschen Botschaft Dr. Christian Glass (© Das Ministerium für Umwelt und Tourismus der Mongolei) Die mongolische Ministerin für Umwelt und Tourismus, D. Oyunkhorol hob bei einem Treffen mit dem Leiter des Referates für Entwicklungszusammenarbeit der Deutschen Botschaft, Dr. Christian Glass und dem KfW-Büroleiter, Petar Gjorgjiev, die große Bedeutung der Zusammenarbeit hervor. Sie betonte, dass mit dem Vorhaben einzigartige Natur erhalten, die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort verbessert und gleichzeitig wichtige Grundlagen für einen nachhaltigen Tourismus geschaffen werden.

Bereits in diesem Jahr wurden 11 Naturschutzgebiete ausgewählt, deren Managementstrukturen und Parkinfrastruktur mit deutscher und mongolischer Unterstützung  verbessert werden:  Dornod, Gorkhi Terelj, Khangai Gebirge, Khan Khentii, Khustai, Onon Balj, Orkhon, Otgontenger, Tarvagatai, Ulaan Taiga und Zed Khantai.

Mit den nun hinzukommenden Finanzmitteln sollen auch Naturschutzgebiete im Westen des Landes unterstützt und Möglichkeiten von Maßnahmen in der Gobi geprüft werden. Der auf dem Wettbewerbsprinzip basierende innovative Ansatz, dass sich Schutzgebiete mit guten Managementkonzepten um eine Förderung bewerben können, bleibt erhalten. 

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert mit zusätzlich 7 Mio. € mongolische Naturschutzgebiete Bild vergrößern Deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert mit zusätzlich 7 Mio. € mongolische Naturschutzgebiete (© Das Ministerium für Umwelt und Tourismus der Mongolei) Dr. Glass betonte, dass die Unterstützung von Schutzgebieten und deren Anrainerbevölkerung durch die mongolische Regierung auch in Zeiten finanzieller Engpässe eine wichtige Investition in die Zukunft des Landes sei.

2017 feiert die deutsch-mongolische Entwicklungszusammenarbeit ihr 25-jähriges Bestehen. Knapp 347 Mio. € sagte Deutschland in diesen 25 Jahren der Mongolei  an Finanzmitteln zu. Mit Engagement in den Schwerpunktbereichen Biodiversität, Energieeffizienz und Nachhaltiges Rohstoffmanagement fördert Deutschland die nachhaltige Entwicklung der Mongolei und bleibt damit wichtiger Partner in der nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung landesweit und bei der Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals).   

Entwicklungszusammenarbeit - 7 Mio. € für mongolische Naturschutzgebiete