Deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert mongolische Naturschutzgebiete

Botschafter Thiedemann im Interview Bild vergrößern Botschafter Thiedemann im Interview (© Deutsche Botschaft)

Am 7. Juni 2016 wurden 11 Naturschutzgebiete bekanntgegeben, deren Managementstrukturen und Parkinfrastruktur mit Unterstützung  (ca. 4,5 Millionen EUR) der deutschen Bundesregierung und der Regierung der Mongolei verbessert werden sollen.

Diese Maßnahmen sind Bestandteil des Vorhabens Biodiversität und Anpassung an den Klimawandel, welches mit einem Gesamtvolumen von ca. 15,3 Millionen EUR im Rahmen der deutsch-mongolischen Entwicklungszusammenarbeit gefördert wird. Der deutsche Beitrag aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung von 11,5 Millionen EUR wird über die KfW umgesetzt.

Umweltminister Battsereg Bild vergrößern Umweltminister Battsereg (© Deutsche Botschaft) Anlässlich der feierlichen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit Vertretern der Schutzgebiete unterstrich der Umweltminister der Mongolei, N. Battsereg: „Wir freuen uns, dass mit deutscher Unterstützung einzigartige Schutzgebietslandschaften in der Mongolei gezielt gefördert werden. Wichtig ist, dass die biologische Vielfalt erhalten und gleichzeitig die Lebensgrundlage der Menschen, die in und mit dieser Natur leben, verbessert wird – nur so ist nachhaltige Entwicklung möglich.“

„Wir bleiben ein verlässlicher Partner der Mongolei in ihren Bestrebungen zum Erhalt der Biodiversität und zur klimafreundlichen und nachhaltigen Entwicklung ihres Landes und tragen so gemeinsam zur Erreichung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung bei,“ betonte der deutsche Botschafter, Gerhard Thiedemann. Die Bundesregierung unterstützt den Erhalt von Wäldern und anderen Ökosystemen weltweit mit 500 Millionen EUR  jährlich, erklärte der deutsche Botschafter weiter.

Die Qualität der eingereichten Anträge war der entscheidende Faktor bei der Auswahl der Schutzgebiete. Basierend auf dem Wettbewerbsprinzip wurde die Förderwürdigkeit der eingereichten Anträge ausgewertet und  11 Anträge ausgewählt. Gefördert werden folgende Schutzgebiete: Dornod, Zed Khantai, Onon Balj, Orkhon, Otgontenger, Tarvagatai, Ulaan Taiga, Khangai, Khan Khentii, Khustai und Gorkji Terelj.

Auf Grundlage der nun zu erstellenden Studien über den aktuellen Zustand werden prioritäre Investitionen der Schutzgebiete vorbereitet und umgesetzt.

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Seit 1992 unterstützt die Bundesrepublik Deutschland die Mongolei im Rahmen der deutsch-mongolischen bilateralen Entwicklungszusammenarbeit. Mit der mongolischen Regierung wurden Biodiversität, Energieeffizienz und Nachhaltiges Rohstoffmanagement als Schwerpunktbereiche der Zusammenarbeit vereinbart. 

Botschafter und Minister mit Vertretern der Schutzgebiete

Botschafter und Minister mit Vertretern der Schutzgebiete

Botschafter und Minister mit Vertretern der Schutzgebiete